Er steht genau gegenüber von mir auf der anderen Seite der Strasse. An seinen trägen Augen kann ich sofort erkennen, dass er sich genauso mies fühlt wie ich. Die Nacht war viel zu kurz und mein Körper ist der Meinung unaufhörlich gegen Pollen ankämpfen zu müssen, wie Don Quijote gegen Windmühlen.
Als er vor der roten Ampel kapituliert und sich auf den Bordstein setzt schleifen seine Tränensäcke fast auf dem Boden. Zwischen ihnen baumelt seine Zunge.
Fett ist er und schwitzen muss er wie ein Schwein, auch wenn man nichts erkennen kann.
Jetzt wird ihm auch das Sitzen zu anstrengend und er legt sich hin. Mensch denk ich, – pass doch auf Deine Flossen auf!- die liegen halb auf der Strasse und die Idioten rasen mit Vollgas haarscharf an ihm vorbei.
Ihn juckt das überhaupt nicht, er starrt aus seinen riesigen, ovalen Augen hypnotisch zu mir rüber.
Ja, recht hast Du, vielleicht sollte ich mich auch einfach hier hin hauen und noch ein Bisschen Schlaf nachholen. Sorry, bin zu spät weil ich unterwegs an der Ampel eingeschlafen bin! Das kann einem dochniemand übel nehmen oder?
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