
Wir liefen gerade an irgendeiner Kreuzung in Berlin entlang, als sich uns von rechts die Tram näherte. Auf dem offenen Panorama-Wagen saß Matthias Schweighöfer und schien dort irgendeinee Art von Dienst zu verrichten.
Wie gesagt, die Bahn kam von rechts und wollte geradeaus weiter fahren, in eine Strasse die wegen Bauarbeiten gesperrt war. Zumindest für Autos, die Gleise jedoch waren nicht unterbrochen.
Vor der Tram fuhr ein Streifenwagen der Polizei, der plötzlich langsamer wurde, auf die Gleise fuhr, unsicher zur Seite schwenkte um ihr dann schliesslich doch den Weg zu versperren. Die Tram begann sofort wütende zu klingeln, worauf der Polizeiwagen durch seine Lautsprecheranlage mit “Diese Strasse ist gesperrt!” antwortete.
Vollidioten dachte ich mir, die Sperrung gilt doch nicht für den Schienenverkehr. Das selbe dachte sich wohl auch der Tramfahrer, der seinen Koloss nicht zu stoppen gedachte und direkt in den Streifenwagen rauschte.
Dann ging alles ganz schnell. Die Fahrer beider Gefährte sprangen auf die Strasse und es entbrannte ein heftiges Wortgefecht, beide Seiten erhielten Unterstützung von aufgebrachten Passanten. Matthias verliess grinsend den Panoramawagen und machte sich auf den Weg, er hatte wohl noch einen Termin.
Kurz darauf kam Daniel Brühl um die Ecke, Matthias Schweighöfer hatte ihn angerufen und gemeint er solle sich das Tohuwabohu nicht entgehen lassen.
Nachdem ich ihm die Situation kurz geschildert hatte, wir standen am Strassenrand und amüsierten uns über das Gemenge, fiel mir ein, dass ich ja schon ewig nichts mehr gebloggt hatte und dies hier der übrigen Welt nicht vorenthalten werden dürfte.
Ich zog also meine Kamera. Die Situation wurde immer aggressiver. Um auf Nummer sicher zu gehen rief ich zweimal lauthals in die Menge, ob es denn okay sei, dass ich ein Paar Fotos mache. Der Tramfahrer und ein paar andere Teilnehmer nickten mir flüchtig zu und so begann ich zu knipsen. Aber, oh nein, schon beim zweiten Bild gaben die Akkus auf, nur ein verschwommenes, bleiches Bild produzierte meine Kamera und auch das erste war nicht wirklich brauchbar, eine Hochkant – Aufnahme der Tram, schlechter Ausschnitt.
In Panik der Streit könne sich bald legen, bagann ich die Akkus zu wechseln, natürlich warf ich erstmal alles zu Boden, doch dann… bin ich aufgewacht.

Herr Timo 7. Juni 2006
Das ist dir passiert? Auf dem nach Hause Weg – shit digger – warum habe ich mich nicht für dein Auto entschieden?
Daniel 7. Juni 2006
Tja, die Türen standen Euch offen